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Was ist eigentlich am Killesberg los?

Das Rote Kreuz ist, wie viele andere Organisationen auch, durch verschiedene gesetzliche Vorgaben (neue Landesheimbauverordnung für Pflegeheime, Brandschutzauflagen, Asbestbelastung usw.) sowie daraus resultierender Umbau- und Sanierungsmaßnahmen gezwungen, im Seniorenzentrum Haus auf dem Killesberg weitreichende bauliche Veränderungen vorzunehmen. Deshalb müssen unsere Mieter und Pflegebedürftige interimsweise in andere Wohnungen bzw. in ein anderes Pflegeheim umziehen.

 

 

Warum müssen die Bewohner umziehen, kann man nicht im laufenden Betrieb umbauen?

Eine ähnliche Situation wie heute bestand schon einmal, und zwar im Jahr 2001. Auch damals musste aufgrund der Änderung von gesetzlichen Vorgaben gehandelt werden. Entgegen dem damaligen Rat der Fachleute, besser ganz neu zu bauen, wurden die geforderten Anpassungen im laufenden Betrieb und im bestehenden Gebäude vollzogen. Dies war für die damaligen Bewohner mit großen Belastungen durch Lärm, Staub und dem „Leben auf einer Baustelle“ verbunden. Weiter hat sich in den Folgejahren leider gezeigt, dass durch den „Umbau im Bestand“ kein wirtschaftlich nachhaltiger Betrieb möglich war. Deshalb wollen und müssen wir heute aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und die jetzt notwendigen Maßnahmen durch einen Neubau des Seniorenzentrums umsetzen.

Man hört, hier gehe es nur um die Wirtschaftlichkeit, wo bleibt die Menschlichkeit?

Das Rote Kreuz erhält Unterstützung durch viele Spender und Förderer. Gerade deshalb achten wir darauf, dass wir verantwortungsvoll mit finanziellen Ressourcen umgehen. Mit dem Neubau des Seniorenzentrums Haus auf dem Killesberg folgen wir dem Rat der Fachleute sowie der Fachberatung beim überörtlichen Sozialhilfeträge KVJS (Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg). Und Menschlichkeit ist uns ein zentrales Anliegen. Deshalb haben wir alle Anstrengungen unternommen, um unseren Mietern während der Bauzeit ein gutes Ersatzzuhause anbieten zu können.

Wo sollen die Mieter unterkommen?

Alle unsere Bewohner haben einen konkreten Vorschlag für eine Interimswohnung in nur zirka 800 m Entfernung (Projekt „Wohnen am Roser“, Feuerbach) erhalten. Diese ganz neu gebauten Seniorenwohnungen sind teilweise deutlich größer als die bisherigen Wohnungen und nach dem neusten Stand der Technik ausgestattet. Diese Neubauwohnungen ab Mitte 2017 interimsweise als Ersatzwohnraum anbieten zu können, betrachten wir als glücklichen Umstand – auch wenn der Killesberg für die Bewohner selbstredend immer der Killesberg bleibt.

Sind die Interimswohnungen viel teurer ?

Nein, die Gesamtkosten für die Wohnungen „Am Roser“ werden auf keinen Fall teurer ! Entweder bleiben die Kosten gleich, obwohl die Interimswohnung deutlich größer ist, oder es gibt Nachlässe für eine kleinere Wohnung.

Was passiert mit den Pflegebewohnern?

Auch alle Bewohner des Pflegeheims haben – wenn dies gewünscht wird – die Möglichkeit, zusammen in ein nur rund 1,5 km entferntes Pflegeheim umzuziehen. Dort stehen ausreichend freie Pflegeheimplätze zur Verfügung. Alternativ haben alle Bewohner des Pflegeheims die Möglichkeit, entweder in ein anderes Pflegeheim ihrer Wahl oder in unser DRK-Seniorenzentrum Haus im Sommerrain umzuziehen. Niemand muss sich von seinem Ehepartner trennen oder wird allein gelassen ! Entsprechende Behauptungen, die in der Presse zu lesen waren, sind schlichtweg falsch! Wir suchen für alle Bewohner individuelle und gute Lösungen. Da im Pflegebereich 1 nur noch wenige Zimmer belegt sind und neue Bewohner wegen der ausstehenden Klärungen nicht einziehen, konzentriert sich die pflegerische Versorgung sowie die soziale Betreuung auf den Pflegebereich 2.

 

 

Wer trägt die Umzugskosten?

Selbstverständlich werden alle Umzüge auf Wunsch vom DRK organisiert und auch bezahlt ! Dies gilt natürlich auch für die Umzüge zurück auf den Killesberg.

Wie hilft das Rote Kreuz den älteren Menschen in dieser Situation?

Wir wissen, dass es gerade älteren Menschen sehr schwerfällt, die gewohnte Umgebung verlassen zu müssen. Und gerade weil wir dies wissen, haben wir lange nach Möglichkeiten gesucht, wie wir in dieser Situation am besten helfen können.

Dadurch, dass unsere Mieter gemeinsam in die neuen Interimswohnungen ziehen können, können die zum Teil jahrelangen Bekanntschaften und Freundschaften erhalten bleiben ! Bisherige Nachbarn bleiben auch weiterhin Nachbarn und können die Gemeinschaftsräume mit den gleichen Angeboten wie bisher nutzen. Und auch die DRK-Mitarbeiter ziehen mit um und kümmern sich in gewohnter, liebevoller Weise um unsere Mieter ! Ähnliches gilt auch für unsere Pflegeheimbewohner.

Wie geht es mit dem Seniorenzentrum am Killesberg weiter?

Wir planen, das Seniorenzentrum „Haus auf dem Killesberg“ durch einen Neubau und ein zukunftssicheres Pflege- und Betreuungskonzept neu zu gestalten. Das neue Konzept soll einerseits die Vorgaben aus dem neuen Pflegestärkungsgesetz II (z.B. ambulante vor stationärer Pflege) berücksichtigen, andererseits sollen aber auch Bedarfe und die Vorgaben der städtischen Altenhilfeplanung mit einfließen.
Unser zwischenzeitlich mit der Sozialverwaltung abgestimmtes Konzept für einen Neubau wurde am 21.11.2016  im Sozial- und Gesundheitsausschuss des Gemeinderats vorgestellt.
Offen blieb seitens der Stadtverwaltung und des Gemeinderats die Frage, ob ein neues Konzept besser durch einen Umbau oder einen Neubau umgesetzt werden kann. Hierzu hat das DRK ein externes Gutachten vorgelegt, welches jetzt von der Sozialverwaltung geprüft und bewertet wird. Dann erfolgen weitere Beratungen in den städtischen Gremien.