Über das mobile System TeleDoc-Mobile können Ärztinnen und Ärzte per Video direkt in das Bewohnerzimmer zugeschaltet werden. Eine Pflegefachkraft begleitet die Televisite vor Ort und kann relevante Informationen sowie Vitalwerte in den Austausch einbringen. Dadurch soll die Zusammenarbeit zwischen Pflege und Ärzten erleichtert und ein zusätzlicher Zugang zu ärztlicher Expertise geschaffen werden.
„Die persönliche ärztliche Versorgung bleibt bestehen. Mit der Televisite schaffen wir einen zusätzlichen Weg für Situationen, in denen ein digitaler Arztkontakt sinnvoll ist. Digitalisierung ist für uns kein Selbstzweck. Sie muss den Menschen und ihre Versorgung unterstützen“, betonen die Projektleitungen Rada Dinkelacker Strika und Anja Pietsch.
Auch die beteiligten Hausärzte unterstützen diesen Ansatz. Dr. Claudia Perlia und Dr. Bernd Metzger, die bereits Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses versorgen, begleiten das Projekt von Beginn an. Perspektivisch sollen weitere Haus- und Fachärzte einbezogen werden.
Insbesondere bei fachärztlichen Fragestellungen kann die Televisite künftig dazu beitragen, Arztkontakte einfacher zu ermöglichen und aufwendige Transporte außerhalb der Einrichtung zu vermeiden. Ob eine digitale Visite geeignet ist, wird dabei stets im Einzelfall entschieden.
Die Stadt Stuttgart fördert das Projekt über einen Zeitraum von zwei Jahren. In dieser Zeit sollen die mobilen Televisiten schrittweise in den Versorgungsalltag integriert und Erfahrungen für die weitere Zusammenarbeit zwischen Pflege und Ärzten gesammelt werden.
