Extreme Hitze ist lebensbedrohlich
Temperaturen von deutlich über 30 Grad Celsius treten infolge des Klimawandels auch in Stuttgart immer häufiger auf. Für Menschen, die keinen geschützten Rückzugsort haben, kann extreme Hitze schnell lebensbedrohlich werden.
Aufsuchendes Angebot funktioniert
Deshalb fahren ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des DRK bei Temperaturen über 30 Grad Celsius nun wieder mit dem entsprechend gekennzeichneten Fahrzeug von 13 bis 17 Uhr durch das Stadtgebiet. Sie verteilen Wasser, Sonnencreme und Kopfbedeckungen.
Im Sommer 2025 wurden bei 19 Einsätzen insgesamt 2.299 Flaschen Wasser sowie 56-mal Sonnencreme ausgegeben. Die hohen Zahlen zeigen, wie groß der Bedarf an diesem niederschwelligen und aufsuchenden Angebot ist.
Wichtiger Sozialkontakt
Neben der unmittelbaren Versorgung leisten die Einsatzteams dabei auch einen wichtigen sozialen Beitrag. Sie kommen mit den Menschen ins Gespräch, informieren über die verschiedene Hilfsangebote und Aufenthaltsmöglichkeiten, weisen auf Trinkwasserbrunnen hin und leisten bei Bedarf Erste Hilfe.
Hitzebus-Hotline 0711 219 54 776
Die Bevölkerung kann den Hitzebus unterstützen und unter der Hitzebus-Hotline 0711 21954-776 auf hilfsbedürftige Menschen aufmerksam machen. Die Hinweise fließen direkt in die Einsatzplanung und die Fahrtrouten ein. In lebensbedrohlichen Situationen ist stets umgehend der Notruf 112 zu wählen.
Seit 2022 am Start
Ins Leben gerufen haben das DRK Stuttgart und das Amt für Soziales und Teilhabe der Stadt Stuttgart den Hitzebus bereits 2022. Er ist in den Sommermonaten das Pendent zum Kältebus, der bereits seit 2013 obdach- und wohnungslose Menschen bei eisigen Temperaturen in den Wintermonaten unterstützt.
Zitate
- „Der Hitze- und Kältebus ist ein Aushängeschild für das DRK Stuttgart. Er zeigt deutlich, dass wir im Sinne der Mitmenschlichkeit und Solidarität in unserer Stadt handeln."
Dr. Martin Schairer, Präsident des DRK Kreisverbands Stuttgart e.V. - „Der Hitzebus hilft dort, wo Hilfe besonders dringend gebraucht wird – direkt auf der Straße. Für Menschen ohne geschützten Rückzugsort können heiße Sommertage zur großen Belastung oder sogar zur Gefahr werden. Mein herzlicher Dank gilt den Ehrenamtlichen des DRK, die mit dem Hitzebus unterwegs sind und mit ihrem Engagement und ihrer Fürsorge eine wichtige Arbeit leisten.“
Dr. Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales, Gesundheit und Integration
