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Ende der Außergewöhnlichen Einsatzlage: Auch am Sonntag waren die Einsatzkräfte gefordert

Gemeinsame Pressemitteilung mit der Landeshauptstadt Stuttgart / Feuerwehr Stuttgart | Nachdem sich die Temperaturen und damit auch das Einsatzgeschehen am Montagmorgen wieder normalisierten, konnte die Außergewöhnliche Einsatzlage (AEL) um 6 Uhr beendet werden. Am Sonntagabend stieg die Auslastung im Rettungsdienst aufgrund der weiter anhaltenden Hitze wieder stark an. Daraufhin musste die AEL bis zum Montagmorgen verlängert werden und weitere vier Krankentransportwagen des Katastrophenschutzes mit ehrenamtlichen Einsatzkräften in Dienst genommen werden.

Von Mittwoch bis Sonntag waren 262 Feuerwehreinsätze (+52 %), 1.150 Einsätze der Notfallrettung (+25%) und 924 Krankentransporte (+8%) abzuarbeiten. Die prozentualen Anteile sind die Veränderungen im Vergleich zu regulären Zeiträumen. Koordiniert wurden alle Einsätze in der Integrierten Leitstelle Stuttgart, welche ebenfalls unter Volllast lief. Die hohe Arbeitsbelastung für die Einsatzkräfte verschärfte sich noch weiter, da auch sie den extremen Temperaturen ausgesetzt waren und ihre Schutzkleidung tragen mussten.

Der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport Dr. Clemens Maier sprach am Montag seinen Dank an die Einsatzkräfte aus: "Die vergangenen Tage waren eine enorme Herausforderung für unsere Einsatzkräfte und für jeden persönlich körperlich fordernd. Im Namen der Landeshauptstadt Stuttgart bedanke ich mich bei allen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften, welche auch unter diesen Extrembedingungen bei den zahlreichen Notfällen schnell und professionell Hilfe geleistet haben."

In der Nacht auf Montag wurde die Feuerwehr Stuttgart aufgrund des Wetterumschwungs zu vereinzelten Einsätzen aufgrund von Sturmschäden alarmiert. Hierbei handelte es sich meist um kleinere Bäume oder Äste welche schnell beseitigt werden konnten.

Das Klinikum Stuttgart als Maximalversorger in der Landeshauptstadt verzeichnete am Wochenende ein deutlich erhöhtes Patientenaufkommen in den Notaufnahmen, auch in der Nacht. Der medizinische Vorstand, Prof. Jan Steffen Jürgensen, stellt fest: "Die Zahl der Notfälle ist deutlich gestiegen und umfasste schwerste hitzebedingte Störungen mit Organversagen und neurologischen Komplikationen. Betroffen waren überwiegend - aber nicht ausschließlich - Ältere und Vulnerable mit Vorerkrankungen." Insgesamt suchten am Wochenende 450 Erwachsene und 330 Kinder Hilfe in den Notaufnahmen des Klinikums Stuttgart. In den Schockräumen des Klinikums Stuttgart mussten mehrere Patienten mit akutem Hitzschlag und Temperaturen über 40,5°C behandelt werden. Diese Häufung sorgte für eine starke Auslastung auf den Intensivstationen. Bei der Behandlung kamen auch spezialisierte Behandlungsprotokolle zum Einsatz, um die Körpertemperatur der Patienten rasch zu senken.

Der Krankenhausbürgermeister Thomas Fuhrmann würdigt die Arbeit und den Einsatz aller Krankenhausmitarbeitenden vor allem in den Krankenhäusern in Stuttgart die mit ihren Notaufnahmen unter enormer Belastung und Anspannung die medizinische Versorgung der Patienten geleistet haben.

Die Einsatzkräfte bedanken sich bei allen Stuttgarterinnen und Stuttgartern, welche die zahlreichen Warn- und Präventionshinweise befolgt haben. Hierdurch konnte jeder Einzelne dazu beitragen, dass sich die Situation nicht noch weiter zuspitzt.